Alle wollen immer älter werden! Wirklich? Und wenn ja, wie und vor allem warum?

Den Rest unseres Lebens durchtrainiert und mit Nahrungsergänzungsmitteln gesättigt an der Seite einer übergewichtigen Bulldogge am Strand joggen, wie uns die Werbung so toll verspricht? Oder doch lieber wie die 100jährige französische Barbesitzerin Marie-Luise Wirth den Morgen mit einem schönen Glas Kirschbrandy einläuten? Ihr Tip für ein glückliches, langes Leben: „Obst vermeiden und nie zu Fuß gehen“.

Worum geht es eigentlich im Kern beim Thema “forever young”? Geht es darum, dem Leben mehr Zeit abzutrotzen oder der Zeit mehr Leben? Uns Babyboomern bleiben theoretisch beide Optionen offen…oder stehen sie doch im Widerspruch zueinander?

Eins ist allerdings klar: wir Babyboomer stehen am Beginn unserer “Restlaufzeit”, wie es Hajo Schumacher treffend in seinem gleichnamigen Buch formuliert hat.

Schließlich ist die Vorstellung nicht so attraktiv, mittels Selbstkasteiung, Entbehrungen und ständiger Optimierung neunzig oder hundert zu werden. Für die nachfolgenden Generationen bedeutet es zudem ein Desaster, wenn wir Babyboomer einfach nicht abtreten wollen und ihnen dadurch die Luft und Lebenschancen abschnüren.

So könnte “forever young” doch auch bedeuten, dass das Buch des Lebens nicht zu einem dicken Wälzer anschwillt, den man am Ende gelangweilt und erschöpft beiseite legt. Sondern zu einer kurzweiligen und amüsanten Lektüre, die im richtigen Moment überraschend endet.

Was also wünschen wir uns zum Geburtstag – Gesundheit, Gesundheit, Gesundheit? Oder vor allem inspirierende Begegnungen, verwegene Pläne und jede Menge Risikobereitschaft!