Zur Zeit feiern schon einige von uns den 60. Geburtstag. In wenigen Jahren gehen die ersten von uns in Rente – bis Mitte der 2030er werden fast alle von uns im Ruhestand sein.

Viele von uns haben keine lückenlose Erwerbsbiografie, haben Monate als Praktikanten verbracht, wegen der Kinder halbtags gearbeitet, es mit ihren Ich-AGs nicht geschafft oder Angehörige gepflegt – zusammengefasst:

Die Rente ist dürftig, die Mieten sind hoch (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Manche haben zwar geerbt, aber das Häuschen der Eltern in Herzogenbusch ist nicht mehr viel wert oder geht für deren Pflege drauf.

Andere haben es zu einer Wohnung gebracht, die auch ein stattliches Sümmchen abwerfen würde, wäre da nicht die Scheidung gewesen, die nicht nur den Verkaufswert halbiert hat, sondern auch eine wirtschaftliche Katastrophe bedeutet…

Wir waren kreativ, aber viele von uns, auch die Schlauesten, haben es nicht vermocht, eine der begehrten Lebensstellungen zu erobern. Klar, es gab viele Freiheiten und Möglichkeiten, aber nur wenige Karrierechancen. Wir waren einfach überall zu viele.

Immer gearbeitet, trotzdem hat es oft nur für eine gebrochene und prekäre Berufsbiografie mit Teilzeit, Leiharbeit, Arbeitslosigkeit und Scheinselbstständigkeit gereicht. Im Westen erst spät im Leben den ersten und letzten festen Job ergattert, im Osten war es umgekehrt.

Es gibt natürlich auch Lichtgestalten und Glückselige, die nicht nur einen sehr auskömmlichen Job haben, sondern auch keine Rentensorgen, aber auch diese unter uns beschleicht ab und an die Befürchtung, alles wieder zu verlieren.

Wer hat sich hier schon mal schlau gemacht, kann Unterstützer für den Rentenantrag empfehlen, weiß, welche Zuschüsse es eventuell geben könnte, wie Kultur, Reisen und das gute Leben doch erschwinglich sein könnten, probiert zu teilen, wieder zu verwerten und hat die tollsten Angebote entdeckt?